Welches Alkohol-Reha-Zentrum?

Alkoholabhängigkeit ist eine schwere Krankheit. Sie kann nicht nur eine Familie auseinanderreißen und in den finanziellen Ruin treiben, sondern auch zum vorzeitigen Tod des Alkoholikers führen. Deshalb ist es wichtig, dass Personen, die an dieser Krankheit leiden, sich sofort Hilfe suchen. Ohne Hilfe ist es für eine alkoholkranke Person fast unmöglich, sich zu erholen und zu einem normalen, gesunden Leben zurückzukehren.

Die Wahl des richtigen Alkohol-Reha-Zentrums

Eine Alkohol-Reha-Einrichtung ist die beste Anlaufstelle für Menschen, die Hilfe bei der Genesung von ihrer Sucht suchen. Daher ist es notwendig, die Art der Reha-Einrichtung zu bestimmen, die für die Bedürfnisse der Person am besten geeignet ist.

Es gibt zwei Formen der Hilfe, die eine alkoholabhängige Person von einer Reha-Einrichtung erhalten kann: stationär und ambulant. Bei der stationären Behandlung bleibt der Patient auf dem Gelände der Alkoholentzugseinrichtung. Bei der ambulanten Behandlung hingegen kann der Betroffene sein normales Leben weiterführen und sich dennoch in der Reha-Einrichtung melden, um Unterstützung und Beratung zu erhalten. Die meisten Alkoholentzugszentren bieten beide Formen der Behandlung an.

Die Unterstützung eines Alkohol-Reha-Zentrums

Unabhängig von der Art des Programms, an dem die alkoholabhängige Person teilnimmt, bleiben die Grundlagen der Alkoholentwöhnung die gleichen. In allen Fällen werden die Sucht und andere Schwierigkeiten des Patienten vertraulich behandelt. Darüber hinaus umfasst das Reha-Zentrum fünf Hauptbestandteile: eine medizinische Beurteilung, eine psychologische Beurteilung, eine Therapie, eine Entgiftung und eine erweiterte Betreuung.

Die medizinische Beurteilung

Die medizinische Untersuchung in der Reha-Klinik für Alkoholabhängige soll dem Personal helfen, eventuelle körperliche Probleme des Betroffenen zu erkennen. Oft sind diese körperlichen Probleme tatsächlich durch die Alkoholabhängigkeit verursacht worden. Probleme mit der Leber zum Beispiel können sich als Folge der Sucht entwickelt haben. Nachdem die medizinischen Probleme festgestellt wurden, kann das Personal des Reha-Zentrums darauf hinarbeiten, den Patienten körperlich wieder gesund zu machen.

Die Verbesserung der körperlichen Gesundheit des Patienten ist ein wichtiger Bestandteil der Suchtentwöhnung. Denn es bedarf eines ganzheitlichen Ansatzes, um einen Süchtigen wieder auf den Weg der Besserung zu bringen. Dazu gehört, dass man sich um die körperliche, geistige und emotionale Gesundheit des Patienten kümmert. Ohne diesen dreigleisigen Ansatz ist es wahrscheinlicher, dass der Patient im Prozess der Suchtentwöhnung scheitert.

Die psychologische Beurteilung

Die psychologische Beurteilung liefert den Mitarbeitern des Reha-Zentrums eine Fülle wichtiger Informationen über den Patienten. Die psychologische Beurteilung hilft dem Team, den Patienten besser zu verstehen. Außerdem kann das Spezialistenteam feststellen, ob die alkoholabhängige Person auch mit bestimmten psychischen Problemen zu kämpfen hat. So ist es zum Beispiel üblich, dass eine Person, die an Alkoholabhängigkeit leidet, auch unter Depressionen leidet. Wenn dies der Fall ist, wird das für den Patienten entwickelte Hilfsprogramm auch einen Plan zur Behandlung dieses Problems enthalten.

Therapie

In der Regel bietet ein Alkohol-Rehazentrum seinen Patienten sowohl Gruppen- als auch Einzeltherapie an. Die Gruppentherapie dient dazu, dem Alkoholkranken Unterstützung durch andere zu geben, die mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen, die einen wirklich verstehen können, macht es dem Patienten oft leichter, mit seinen Problemen umzugehen.

Nichtsdestotrotz ist auch die individuelle Beratung von entscheidender Bedeutung für die Genesung von Suchtkranken. Die Möglichkeit, mit einem Berater unter vier Augen zu arbeiten, hilft dem Patienten, seine individuellen Konflikte zu bewältigen. In der Einzeltherapie kann sich der Patient mit seiner Sucht auseinandersetzen und Wege zu deren Lösung erarbeiten, indem er sich individuelle Ziele setzt

Entgiftung

Zusätzlich zu den medizinischen und körperlichen Untersuchungen unterziehen sich die Patienten von Alkoholentzugszentren in der Regel einer 24-stündigen, medizinisch überwachten Entgiftung und Entzugsphase. Während dieser Zeit ist der Patient gezwungen, auf Alkohol zu verzichten. Für viele Patienten, die mit ihrer Alkoholsucht zurechtkommen müssen, kann dies die längste Zeit sein, die sie seit vielen Jahren ohne Alkohol auskommen müssen.

Die Entgiftungsphase ist für den Alkoholkranken schwierig, weil sie von extremen Entzugserscheinungen begleitet wird. Diese Symptome belasten den Patienten sowohl körperlich als auch seelisch. Aus diesem Grund bietet ein Alkoholentzugszentrum auch während dieser Zeit eine engmaschige Überwachung und Betreuung der Patienten an.

Erweiterte Betreuung

Die erweiterte Betreuung, die manchmal auch als Nachsorge bezeichnet wird, ist für den Erfolg der Suchtentwöhnung von entscheidender Bedeutung. Im Rahmen eines erweiterten Betreuungsprogramms erhält der Patient auch nach der Entlassung aus dem intensiveren Alkoholentzugsprogramm weiterhin Unterstützung und Hilfe durch das Alkoholentzugszentrum.

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